Die Ohrakupunktur wurde vor ca. 50 Jahren von Dr. Nogier, einem französischen ganzheitlich denkendem Arzt entwickelt. Dr. Nogier entdeckte, dass sich auf der Vorderseite der Ohrmuschel der ganze Körper in Form eines Mikrosystems abbildet. Das heisst, dass bestimmte Bereiche im Ohr über das Gehirn mit bestimmten Teilen des Körpers verbunden sind. Über die Reizung dieser Reflexzonen lässt sich der ganze Körper behandeln.

Es werden dabei beide Ohren mittels feiner Nadeln behandelt. Die Nadeln verbleiben so lange im Ohr bis der Körper sie wieder frei gibt bzw. sie sich lockern und herausfallen. Damit signalisiert der Körper, dass er den Reiz nicht mehr braucht.

Bei bestimmten Indikationen zum Beispiel beim Abnehmen und der Raucherentwöhnung werden mittels eines Pflasters Dauernadeln (2mm) im Ohr platziert um einen dauerhaften Reiz auszuüben. Diese Nadeln werden ein bis zwei Wochen im Ohr belassen.

Es bilden sich alle Strukturen des Körpers exakt auf der Ohrmuschel ab: Gliedmaßen, Rumpf, Kopf, alle inneren Organe wie Herz, Nieren etc. Alle Hormonellen Drüsen wie Hypophyse, Schilddrüse, Nebennierenrinde etc. und das gesamte vegetative und zentrale Nervensystem inklusive dem Gehirn mit seinen verschiedenen Zentren und dem Rückenmark. Auf keinem anderen Mikrosystem des Körpers bildet sich der Körper so vollständig und differenziert ab wie auf den Ohren.

 

Wirkungsweise der Akupunktur:

  • Schmerzstillung psychisch beruhigende und ausgleichende Wirkung

  • Immunstimulierende Wirkung

  • Homöostatische Wirkung (z. B. auf Blutdruck, Blutzucker)

  • Muskelentspannende Wirkung (z. B. Sportverletzungen,
    aber auch Astma bronchiale, usw.)

  • Suchtbehandlung (Nikotin, Alkohol, Eßsucht, usw.)

 

Akupunktur kann bei folgenden Krankheiten helfen:

  • Schmerzen: Rücken- und Kreuzschmerzen, Nackensteife, Nackenschmerzen, Kopfschmerzen, Migräne, Tendinitis, Gelenkschmerzen, Gonarthrose, Hüftschmerzen, Schulter-Arm-Syndrom …

  • Erkältungen und grippale Infekte

  • Internistische Erkrankungen wie z.B. Reizdarmsyndrom, Reflux, Colitis und Morbus Crohn, rheumatische Erkrankungen, Asthma, vegetative Störungen …

  • Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen wie z.B. Tinnitus, Nasennebenhöhlenentzündungen, Kopfschmerzen, Heuschnupfen, Kiefergelenksprobleme u.a.

  • Gynäkologische Erkrankungen wie z.B. Menstruationsbeschwerden, klimakterisches Syndrom, prämenstruelles Syndrom, Übelkeit und Schmerzen während der Schwangerschaft, Unterstützung bei Kinderwunsch u.a.

  • Urologische Erkrankungen wie z.B. Prostatavergrößerung etc.

  • Kinderheilkunde Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS), Verdauungsblockaden, Asthma …

  • Hautkrankheiten: Neurodermitis, Psoriasis, Juckreiz …

 

Akupunktur zur Begleitung bei Krebserkrankungen

Die Akupunktur bewährt sich zur Behandlung der Nebenwirkungen der schulmedizinischen Therapien wie Chemotherapie, Bestrahlung und Operation. Sie kann helfen Schmerzen, Übelkeit, Verdauungsprobleme, Schwächegefühle, Auszehrung, Schwindel, Schlaflosigkeit, Nachtschweiß und ähnliche Symptome zu reduzieren.

Dabei geht es nicht nur um die kurzfristige Reduktion der Symptome, sondern vor allem darum, Ihren Körper in seiner Vitalität und Regenerationsfähigkeit zu stärken. Zahlreiche Studien zeigen, dass die Akupunktur signifikant zu einer verbesserten Lebensqualität während und nach der schulmedizinischen Krebstherapie beitragen kann.

Dabei kann man mit Sicherheit sagen, dass die Akupunktur die Wirkungen der Chemotherapie nicht negativ beeinflusst, da keine zusätzlichen Stoffe zugeführt werden.

Die Krebserkrankung ist ein komplexes Geschehen, bei der alle Bereiche des Menschen betroffen sind. Deshalb kann neben der Behandlung der körperlichen Aspekte auch der seelische Aspekt in der Behandlung eine wichtige Rolle spielen. Viele Akupunkturpunkte haben eine ausgeprägte psychische Wirkung und können helfen, die Erkrankung und deren Folgen seelisch besser zu verarbeiten.

 

Wann sollte man nicht mit Akupunktur behandeln?

Unklare Ursache der Beschwerden und akuten organischen Krankheiten, die durch eine Operation oder anderen Eingriff behandelt werden müssen, an Stellen an denen die Haut infiziert ist.